GNADENLOS DEUTSCH
Lesung und Gespräch mit Helmut Ortner
Die Gegenwart der Vergangenheit
Zur »Entsorgung« der NS-Zeit und der Verpflichtung, sich zu Erinnern
Helmut Ortner beschreibt, wie die Mehrheit der Deutschen den Eroberungs- und Zerstörungs-Wahn der Nazis folgten, angetrieben von erwartungsvoller Begeisterung, vaterländischem Pflichtgefühl, nationalem Dünkel und ideologischer Verblendung – bis zum Untergang.
In einer Zeit, in der rechte Populisten und die AfD die Erinnerungskultur beenden möchten, wendet sich Helmut Ortner gegen die »Entsorgung« der NS-Zeit. Seine Essays und Reportagen verstehen sich als Plädoyer gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit. Es geht um die Gegenwart der Vergangenheit, denn die nationalsozialistische Vergangenheit verjährt nicht.

DER AUTOR
Helmut Ortner schreibt für zahlreiche Zeitungen und Magazine, u.a. für die Frankfurter Rundschau, Cicero, Focus und The European. Zuletzt erschienen: Ohne Gnade – Eine Geschichte der Todesstrafe (2020), Volk im Wahn – Hitlers Deutsche, Dreizehn Erkundungen (2022), Das klerikale Kartell – Warum die Trennung von Staat und Kirche überfällig ist (2024) sowie Heimatkunde – Falsche Wahrheiten. Richtige Lügen (beide 2024).
Seine Bücher wurden bislang in 14 Sprachen übersetzt. Er ist Mitglied des PEN Berlin.
Veranstalter:
gbs-Hamburg e.V. – Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung
Säkulares Forum Hamburg e.V. – ein Zusammenschluss von bisher 9 Hamburger Vereinen, die sich um den Austausch und die Vertretung konfessionsfreier Bürger in Hamburg kümmern
Forum Rederaum am Di., 10. März 2026 um 18 Uhr im Haus des Engagements im Betahaus. Eifflerstraße 43, 22769 Hamburg (Nähe S-Sternschanze).
Einleitung: Christian Lührs
Der Eintritt ist frei. Geselliger Austausch im Anschluss.
