Die Exposés und Referierende
„15 Jahre erfolgreicher, säkularer Aktivismus – Erfahrungsbericht aus Düsseldorf“
15 Jahre Engagement, über 400 kontinuierlich organisierte Veranstaltungen, gezielte Kooperationen, Presse- und Netzwerkarbeit und starke Präsenz in der politischen Kulturszene haben dazu geführt, dass die Düsseldorfer Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung, der „Düsseldorfer Aufklärungsdienst – DA!“, inzwischen stadtweit bekannt ist, als die Interessenvertretung der Humanist:innen und Säkularen in der Region.
Mit 4 monatlichen und zahlreichen regelmäßigen Veranstaltungsformaten gibt der Verein Wissenschaft, Philosophie und Ideologiekritik eine Bühne und kommt mit der Stadtgesellschaft über diese Themen in Austausch. Gleichgesinnte können sich hier vernetzen.
Doch der Erfolg ist nicht vom Himmel gefallen. Hinter dem lebendigen Vereinsleben des DA! und den gut besuchten Veranstaltungen stecken etliche Überlegungen und Lernprozesse. Manches in dieser Erfolgsgeschichte war Zufall, das Meiste jedoch harte und beharrliche Arbeit, strategische Planung, solidarisches Miteinander und vor allem große Lust, die offene Gesellschaft zu gestalten.
Im Vortrag und der anschließenden Diskussion geben wir alle Erfahrungen und Tipps gerne offen und transparent an Interessierte weiter. Frei nach dem Motto „Keine Frage ist zu doof“ hoffen wir auf regen Austausch.

Eva Creutz (* 1979) hat an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei studiert. Sie lebt und arbeitet als selbstständige Grafikerin und politische, säkulare Aktivistin und Netzwerkerin in Köln und ist u.a. tätig für den Alibri Verlag, die Giordano-Bruno-Stiftung und den Humanistischen Verband NRW. 2010 hat sie gemeinsam mit der Filmemacherin und gbs-Beirätin Ricarda Hinz die Düsseldorfer Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung, „Düsseldorfer Aufklärungsdienst – DA!“, gegründet. Der Verein ist in der dortigen Kulturszene bestens etabliert und arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich.

Ricarda Hinz (* 1970) hat Kommunikationsdesign an der Folkwangschule in Essen studiert. Spätestens seit ihrem Dokumentarfilm über die Kriminalgeschichte des Christentums mit dem Titel „Die hasserfüllten Augen des Herrn Deschner“ von 1998 ist sie auch säkulare Aktivistin. 2009 organisierte sie zur Buskampagne 1.0 einen großen Event in Düsseldorf, der auch zur Geburtsstunde des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes wurde. Sie ist Mitarbeiterin und Beirätin der Giordano-Bruno-Stiftung, im Präsidium des Humanistischen Pressedienstes aktiv und Redakteurin des Satirefensters „Spott sei Dank!“.
„Die globale Säkularisierung“
Der Vortrag gliedert sich in vier Teile:
- Die Entwicklung und Situation in Deutschland
- Die Entwicklung und Situation Europa
- Entwicklungen in der ganzen Welt
- Warum die Säkularisierung nicht aufzuhalten ist.
Wir erleben in den vergangenen zwanzig Jahren in vielen Teilen der Welt ausgeprägte Trends der Säkularisierung.
Nicht nur in Deutschland, wo uns die Situation halbwegs geläufig ist, dass die Kirchenmitglieder nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung darstellen, sondern auch in Skandinavien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, etc.
Auch wenn es in der ganzen Welt Staaten gibt, in denen die Tendenz gegenläufig erscheint, wie z.B. in Russland, zeigen mehr Beispiele aus Australien, Neuseeland, ganz Lateinamerika und auch in den USA, ebenso wie im Iran, diesen Trend der Säkularisierung.
Dass dieser Trend nicht aufzuhalten ist, zeigen Analysen der Modernisierung und der Entfremdung – insbesondere bei den jüngeren Erwachsenen. Es ist der Verlust religiöser Resonanzräume und die Veränderung traditioneller Strukturen und Kommunikation.

Dr. Carsten Frerk (* 1945)
Promovierter Politologe, Publizist, Beirat der Giordano Bruno Stiftung, Mitglied IBKA und HVD.
„Erfinder“ und erster Arbeiter von FOWID – Forschungsgruppe freier Weltanschauungen in Deutschland und dem Humanistischen Pressedienst (hpd)
Der Sozialwissenschaftler gilt als ein profunder Kenner der kirchlichen Finanzen.
